The 'Apulian sistrum': monotone or 'melodic'?

TitoloThe 'Apulian sistrum': monotone or 'melodic'?
Publication TypeBook Chapter
Year of Publication2002
AuthorsSalapata, G
EditorHickmann, E, Eichmann, R, Kilmer, AD
Book TitleArchäologie früher Klangerzeugung und Tonordnung = The Archaeology of Sound: Origin and Organisation
Series TitleStudien zur Musikarchäologie 3, Orient-Archäologie 10
Pagination415-428 ill.
PublisherLeidorf
CittàRahden
ISBN9783896466402
Abstract

‚Apulisches Sistrum‘ ist eine der Bezeichnungen für ein leiterförmiges Instrument. Es ist häufig in der Kunst Apuliens, die im 4. Jahrhundert v.Chr. aufkam, ikonografisch dargestellt. Man sieht das Instrument in mythologischem Kontext oder in Erotik- oder Begräbnisszenen der Zeit, es wird fast ausschließlich von Frauen oder vom Gott Eros gehalten, oder es liegt am Boden. Dieses Instrument, das nie auf dem griechischen Festland auftaucht, hat eine lange Tradition im südlichen Italien, wie anhand der Entdeckung bronzener Vorläufer des 8. Jahrhunderts v. Chr. anzunehmen ist, die ihrerseits von nahöstlichen Prototypen abstammen. Im Folgenden soll belegt werden, dass das Instrument mit den Phöniziern direkt von Ost nach West gelangte, und zwar zusammen mit Zeremonien, in deren Rahmen es gebraucht wurde. Das alte, traditionelle Instrument wurde wieder aufgegriffen und im 4. Jahrhundert. v.Chr. abgewandelt. Das Instrument besteht aus zwei Barren mit Querstreben gleicher Länge, die durch lose Metallspiralen oder zylindrische Röhren gesteckt sind. Ein Klangkorpus fehlt. Deswegen ist es bisher als eine Art Rassel oder Sistrum rekonstruiert worden, das man durch Schütteln oder Aufschlag zu monotonem rhythmischem Klingen brachte. - Eine alternative Rekonstruktion wird hier vorgeschlagen, bei der die metallenen Querstreben in verschiedenen Frequenzen vibrieren und somit Klänge in leicht unterschiedlicher Höhe hervorbringen, wenn man sie [inzeln]anschlägt. [http://www.vml.de/e/inhalt.php?ISBN=978-3-89646-640-2]

Notes

The Archaeology of Sound: Origin and Organisation includes papers from the 2nd Symposium of the International Study Group on Music Archaeology at Monastery Michaelstein, 17-23 September 2000. And: Music Archaeology of the Aegean and Anatolia. Papers from the colloquium on Music Archaeology organised by the Deutsches Archäologisches Institut (Istanbul) in cooperation with the ICTM Study Group on Music Archeology (6th meeting) and the Institut Français d' Archéologie (Istanbul), Mimar Sinan University, Istanbul, 12-16 April 1993.

Informazioni

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