Conquest, Political Space and Sound in Antiquity: Concerning Barbarians and Romans, and Roman Discourse on Music and Civilization

TitoloConquest, Political Space and Sound in Antiquity: Concerning Barbarians and Romans, and Roman Discourse on Music and Civilization
Publication TypeBook Chapter
Year of Publication2019
AuthorsVendries, C
EditorLawson, G, Howell, M, Eichmann, R
Book TitleMusic and Politics in the Ancient World: Exploring Identity, Agency, Stability and Change through the Records of Music Archaeology
Series TitleBerlin Studies of the Ancient World 65
Pagination297-314
PublisherEdition Topoi
CittàBerlin
ISBN9783981968538
Abstract

Während der römischen Expansionszeit wurden barbarische Instrumente – Trompete und Trommel – in den Quellen als ,eigenartig‘ oder ,primitiv‘ und ihr Klang als unmusikalisch verstanden. Sowohl in der griechischen als auch in der lateinischen Literatur wird die Welt der Barbaren – vor allem im Westen – als ein von Krach erfüllter Raum beschrieben. Ihre Ignoranz gegenüber Musik wurde zum Zeichen ihrer Unmenschlichkeit, da nur musikalisches Wissen zu einer harmonischen Gesellschaft führte. Nur die östlichen Barbaren schie-nen wahrhaft musikalisch, da sie in größerer Nähe zur griechischen Gesellschaft lebten. Dennoch galt ihre Musik als verweichlicht und wollüstig – wie der Orient selbst. Dieser Gegensatz nährte den römischen Diskurs über Akkulturation und legitimierte die moralische Überlegenheit der Römer über andere. Dies erlaubt auch Rückschlüsse auf die Wahrnehmung ihrer eigenen Musik. [https://www.edition-topoi.org/articles/details/conquest-political-space-and-sound-in-antiquity-concerning-barbarians-and-r]

DOI10.17171/3-65-13

Informazioni

© 2007-2012 MOISA: Società internazionale per lo studio della musica greca e romana e della sua eredità culturale.

Sito disegnato da Geoff Piersol a aggiornato da Stefan Hagel